Deutsche Meisterschaft U14 in Gladbeck (17. und 18.06.2017)

Nun war es soweit, am vergangenen Freitag trafen sich morgens um 7.30 Uhr neun Mädels der U14, um mit Trainern und Fans in Richtung Gladbeck zu fahren und ihre erste Deutsche Meisterschaft zu spielen. Das, worauf sie lange hingearbeitet und dann mit viel Willen erreicht hatten, wollten sie nun genießen und sich möglichst gut präsentieren.


Die Stimmung war gut, die Vorbereitungen abgeschlossen und die Autos gerüstet. Also ging es los auf die gut 550 km lange Anreise. Nach stauloser Anfahrt kamen wir gegen 14 Uhr in Marl an, wo wir nach einem gemeinsamen Spaziergang um 15 Uhr unsere Zimmer beziehen konnten. Gegen 16 Uhr ging es wieder los in Richtung Gladbeck, wo wir um 17 Uhr unser Abschlusstraining hatten und die Halle erstmals besichtigen wollten. Wir sahen nun auch unsere Gegner der morgigen Vorrunde, so dass wir erste Eindrücke von diesem Turnier bekamen. Das Abschlusstraining wurde locker gestaltet, um die Stimmung weiter hochzuhalten. Nach einer Stunde war das Training auch schon wieder beendet und die Mädels bekamen die erste Überraschung überreicht. Diese Shirts sollen sie eine Weile an das Erreichte erinnern.


Wir fuhren zurück ins ca. 15 Minuten entfernte Hotel und machten noch einen Spaziergang zu einer vorab gebuchten Pizzeria. Gut gesättigt und gut gelaunt fielen die Mädels dann in ihre Betten, um sich für den nächsten Tag fitzuschlafen.

Der Tag begann mit einem guten Frühstück und einer Menge Aufregung, die man den Mädchen und auch den mitgereisten Fans deutlich anmerkte. Wir Trainer waren natürlich äußerst gelassen ;-). Wieder kurzer Transfer zur Halle, umziehen und schon begann die Zeremonie. Mit einer super Stimmung in der Halle, einer schönen Ansprache des Ausrichters und der Nationalhymne wurde das Turnier eröffnet und die Mädels sogen die Atmosphäre in sich auf. Es folgte noch eine kurze Teamansprache und schon sollte es losgehen:




Spiel 1 MTV Stuttgart (Meister Regionalverband Süd): Die Mädels begannen konzentriert und konnten so den leichten Rückstand schnell egalisieren. Sie merkten aber auch, dass hier ein wirklich hohes Niveau herrschte und man nur mit hoher Konzentration und Willen zu Punkten kommen kann. Aber das taten sie, wie eigentlich immer während der zurückliegenden sechs Jahre. Und so wurde nach dem ersten auch der zweite Satz gewonnen und wir hatten unsere ersten zwei Punkte.

Spiel 2 SV Raspo Lathen (Meister Regionalverband NordWest): In unserem zweiten Spiel ging es nun gegen das wahrscheinlich stärkste Team der Vorrunde. Wie wir nach dem Spiel erfuhren, war dieses Team seit drei Jahren in Pflichtspielen unbesiegt. Wir begannen so wie wir im ersten Spiel gespielt hatten, konzentriert und mit dem Willen, das Spiel zu gestalten. Jeder Punkt war hart umkämpft und der Gegner hatte einen wirklich tollen Fanblock mitgebracht. Nach gewonnenem ersten Satz konnten wir die beiden folgenden Sätze leider nicht gewinnen und so ging das Spiel an Raspo Lathen.

Spiel 3 TV Gladbeck (Gastgeber): Nun ging es im abschließenden Gruppenspiel gegen den Gastgeber. Zwar hatte sich Gladbeck sportlich nicht qualifiziert, dennoch stand hier ein spielstarkes Team auf dem Feld, das uns alles abverlangte und mit dem Fanblock im Rücken immer stärker wurde. Uns wiederum steckte das leider verlorene Spiel gegen Lathen noch in den Knochen und so gaben wir auch dieses Spiel ab. Damit wurden wir in unserer Vorrunde Dritter.

Spiel 4 VV Schwerte (Meister Regionalverband West): Somit ging es im Abendspiel gegen den zweiten der Staffel A1, der nur ein Spiel in der Vorrunde verloren hatten. Es war zwar noch alles möglich, allerdings würde dieses Spiel nach der Kräfte zehrenden Vorrunde alles andere als leicht werden. Das Spiel begann ausgeglichen und keine Mannschaft konnte sich absetzen. Allerdings fanden unsere Mädels immer besser in ihr Spiel. Das war angesichts des starken Gegners jedoch auch zwingend erforderlich. Wir konnten uns mit einem starken Endspurt durchsetzen und Satz 1 gewinnen. Im zweiten Satz riss der Faden jedoch gleich zu Anfang und wir lagen schnell zurück. Wir entschlossen uns, den Mädchen eine Auszeit zu geben. Hier zeigt sich, dass eine gute Bank wichtig ist, um in einem Turnier zu bestehen. Die Mädels, die bis zu diesem Zeitpunkt draußen saßen, mussten sich zwar im zweiten Satz geschlagen geben, jedoch verschafften sie den Spielerinnen, die sich erholen mussten, wertvolle Minuten, um im dritten Satz wieder anzugreifen. Das Obst und das Wasser verfehlten ihre Wirkung nicht. Die Mädchen starteten furios in den dritten Satz und führten schlussendlich mit 9:3. Da kam es jedoch zu einem Einbruch, so dass sich der Gegner bis zum 13:13 heran kämpfen konnte. Eine Auszeit, noch einmal einschwören, wieder auf das Feld. Und sie machten die letzten zwei Punkte. VIERTELFINALE


Die Freude war groß, die Erschöpfung aber auch. Was blieb, war vielleicht nicht das schönste, aber das kämpferischste Spiel in dieser Saison und der verdiente Lohn für diesen Jahrgang! Es hieß nun, die Nacht gut zu verbringen und evtl. morgen noch etwas mehr zu erreichen als das Viertelfinale. Dazu wurden auf der Wiese vor dem Hotel noch einmal Pizza und Cola, Fanta und Sprite serviert. Sie konnten so stolz auf sich sein.




Am Sonntagmorgen hieß es Sachen packen, frühstücken und zurück in die Halle. Die Mädels sahen wieder fitter aus als am Abend und so wollten wir sehen, was an diesem Tage noch ging.

Spiel 5 TSV TB München (Meister Regionalverband SüdOst): Das Viertelfinale ist schnell erzählt. Gegen den späteren Deutschen Meister fanden wir nie zu unserem Spiel. Hinzu kam, dass diese Mannschaft wirklich äußerst stark besetzt war und über das gesamte Turnier überzeugte. Somit ging es nach dem Spielverlust um die Plätze 5 bis 8.

Spiel 6 VC Wiesbaden (Meister Regionalverband NordWest): Das Spiel verlief ähnlich wie das Überkreuz am Vortag. Ein starker Gegner verlangte uns alles ab. Wir gewannen den ersten Satz, konnten aber im zweiten nicht nachlegen. Wir wechselten wieder durch und versuchten, im Tiebreak einen möglichen Sieg einzufahren. Beim Stand von 13:9 war dieser zum Greifen nah. Allerdings zeigte sich nun, dass die vergangenen Spiele ihre Spuren hinterlassen hatten. Trotz Auszeit konnten wir die Annahme nicht mehr halten und starke Aufschläge des Gegners setzten uns unter Druck. Und so ging dieses Spiel dann doch noch an einen sehr starken VC Wiesbaden. Dennoch konnten wir auch auf dieses Spiel stolz sein.

Spiel 7 Schweriner SC (Meister Regionalverband Nord): Das Platzierungsspiel gegen Schwerin ist schnell erzählt. Wie vorher vereinbart, spielten im ersten Satz noch einmal alle Mädchen als Team und wir wechselten fleißig durch. Im zweiten Satz sollte noch einmal versucht werden, einen möglichen Tiebreak zu erreichen. Leider ging nun nicht mehr viel. Die Anstrengung, bis hierher gekommen zu sein, war den Mädels deutlich anzumerken. Somit ging dieses Spiel an den Schweriner SC.


Was bleibt, ist ein ACHTER!!! Platz bei Deutschen Meisterschaften, auf den wir super stolz sind. Mädels, Ihr habt immer geliefert und könnt auf das im Kleinfeld Erreichte sehr stolz sein. Eine Deutsche Meisterschaft ist etwas Besonderes und Ihr habt sie gespielt!!!


Dieser breit aufgestellte Jahrgang wechselt nun ins Großfeld und wird dort sicher auch in den nächsten Jahren gute Leistungen zeigen. Es war für uns beide eine tolle Zeit und Motivation, nun wieder mit einem neuen Jahrgang zu beginnen.

Bedanken möchten wir uns bei den mitgereisten Eltern und Fans, ohne die diese Fahrt nicht möglich gewesen wäre. Ganz besonderer Dank geht jedoch an Stephan für die Unterstützung während der vergangenen Saisons und der organisatorischen Vorbereitung und Durchführung dieser Fahrt zur Deutschen Meisterschaft. Außerdem bedanken wir uns bei Markus, der uns durch mehrfaches Schiedsen und Einspielen der Mädels den Rücken frei gehalten hat und so enorm zum Erfolg beitrug. Und nicht zuletzt möchten wir uns bei Sabine bedanken, die in einer Nacht drei Trikotsätze für die Mädels gewaschen und getrocknet hat und uns zusammen mit Kira so stark unterstütze. Wir hoffen, wir haben an dieser Stelle niemanden vergessen!!!




Wir verabschieden uns nun von diesem Jahrgang und werden ihn weiter beobachten. Er wird nun wieder vereint mit dem Jahrgang 2003 und von Markus und Micha übernommen. Welch hohes Interesse an diesem Team besteht, zeigte Markus schon dadurch, dass er dabei sein wollte, wenn die Mädels ihren nun wirklich letzten Wettkampf im Kleinfeld bei einer Deutschen Meisterschaft spielen. Wir wünschen den Mädels und den beiden neuen Trainern viel Erfolg in den kommenden Jahren.

Hilmar und Mike