Ein Spieltag der enttäuscht hat – und doch Mut macht! (30.01.2016)

Es war ein so wichtiger Spieltag für die junge „Erste“ Mannschaft der SG Einheit Zepernick. Am Samstag reisten die jungen Damen nach Herzberg zum aktuellen Tabellendritten. Krankheits- und ferienbedingt etwas geschwächt, aber mit dem Willen an diesem Spieltag 6 Punkte mitzunehmen, was sicher gegen den Tabellennachbarn, den Vorletzten, HSV Cottbus, ein realistisches Ziel war, gegen den VC Herzberg jedoch ein hartes Stück Arbeit werden sollte.

Und wieder einmal kam es alles anders als gedacht.

Im ersten Spiel gg HSV Cottbus zeigte die Mädels sofort wo sie hin wollen! Mit druckvollen Aufschlägen und einem variablen Spiel konnte HSV sofort in die Defensive gedrängt werden. Mit 25:20 ging der Satz klar und deutlich nach Zepernick. Und dann kam wieder einmal – wie so oft in dieser Saison – ein unglaublicher Bruch im Spiel der Panketalerinnen. Keine Chance im Spiel gegen eine abwehrstarke Hochschulsportmannschaft aus Cottbus. Schnell ging dieser Satz mit 12:25 weg. Dann wieder ein völlig gegensätzliches Bild im dritten Satz, 25:15 mit zwei superstarken Aufschlagserien von Lola Picht. Doch auch im vierten Satz wieder ein Einbruch und der Satzverlust mit 15:25. Im entscheidenden Tiebreak fand die Mannschaft wieder nicht ins Spiel und verlor mit 6:15 in einem wichtigen Spiel gegen den Abstieg.

Als Fazit für die beiden Trainer Steffen Trobisch und Michael Jeschke blieb, dass der Druck für die Mannschaft, unbedingt die Liga zu halten zu groß ist und zu diesen enormen Qualitätschwankungen in den Punktspielen führt. Bei einer Mannschaftsbesprechung in der Kabine wurde der Mannschaft klar gemacht, dass es zwar schön wäre, die Liga zu halten, dies aber kein Muss ist. Eine vernünftige Ausbildung der jugendlichen Spielerinnen ist auch in der Landesliga möglich. Alle Spielerinnen wurden aufgefordert, wieder ohne Druck und dafür mit Spaß zu spielen!

Toni und Janin beim Block gegen Cottbus Lola beim Block gegen Cottbus

Und dann kam sofort danach das Spiel gegen den Tabellendritten der Brandenburgliga. Mit einem bisher nicht gekannten Willen, Spaß und einer enormen Spielfreude brachten die Mädels beide Trainer zum Grinsen! Im ersten Satz wurde stets eine kleine Führung gehalten, trotz einer wirklich starken Außenangreiferin auf der gegnerischen Seite konnte sich die junge Mannschaft aus Zepernick mit 25:23 durchsetzen. Eine kleine Sensation nach dem schlechten Spiel gegen Cottbus. Aber es kam noch besser! Auch der zweite Satz wurde mit starken spielerischen Leistungen von Antonia Liebsch auf Zuspiel, Saskia Schatow und Luisa Wiewgorra auf Außen, Laura Petereit und Janin Nachtigall auf Mitte und Patricia Seller auf Diagonal konnte auch der zweite Satz mit 26:24 gewonnen werden. Diesmal gab es auch im dritten Satz keinen Leistungseinbruch. In einem stets ausgeglichenen Satz ging es über 11:11, 16:17 und 21:21 zu einem Dreipunktegewinn? Denkste! Mit einer ungewöhnlich uneinheitlichen Linie pfiff der Schieri bei Zepernick technische Fehler, jedoch bei Herzberg blieb der Pfiff aus. Beim Stand von 24:23 für die Panketalerinnen unterlief der Zuspielerin aus Herzberg ein enormer technischer Fehler, indem ihr der Ball deutlich wegrutschte – der Pfiff blieb jedoch aus! Lange Rede kurzer Sinn, dies führte letztendlich zum Satzverlust. Ein entscheidender Punkt im Spiel! Jetzt zeigten sich nämlich die Schwächungen durch Krankheit und fehlender Stammspieler. Die Kraft ließ dann im vierten und fünften Satz nach. Trotz einer 23:22 Führung im Vierten ging auch dieser Satz mit 23:25 weg. Der entscheidende Tiebreak wurde dann mit fehlender Kraft ebenfalls mit 6:15 verloren. Nur ein Punkt statt der verdienten 3 Punkte!

zwei starke Aufschlagserien von Lola Picht ein bärenstarkes Spiel von Saskia gegen Herzberg

Es ist dabei auch nicht tröstend, dass der Schieri nach dem Spiel den Weg zum Trainer suchte und sich offiziell entschuldigte. Eine große Geste die ich wirklich Anerkenne, der Mannschaft aber trotzdem nicht hilft. Das Spiel war aber Sensationell, zeigt eindrucksvoll das vorhandene Potential in der gesamten Mannschaft. Ich bin Stolz, Trainer einer so enthusiastischen, willensstarken und sympathischen Mannschaft zu sein. Da die Brandenburgliga lediglich Vorbereitung auf die erreichte Nordostdeutsche Meisterschaft der U18 am 12.03.2016 ist, bin ich wirklich gespannt, ob die Mannschaft diese Leistung noch einmal in dieser beeindruckenden Form abrufen kann. Wir werden alles dafür geben.

Steffen Trobisch