Landesliga
Abschlussspieltag in der Landesliga
(02.04.2017)

Da der Klassenerhalt bereits sicher war und damit das Saisonziel schon erreicht, konnten wir uns am letzten Samstag, dem 02.04.2017, noch mal einen ganz entspannten Saisonabschiedsspieltag in eigener Halle liefern. Es ging für uns zum Schluss noch einmal gegen den VC Angermünde und SV LdV Nauen.

Im ersten Spiel des Tages lieferten sich unsere beiden Gastmannschaften ein Fünfsatzspiel, was der VC Angermünde im Tiebreak mit nach Hause nehmen durfte.

Dann waren wir an der Reihe. Gegen beide Mannschaften war es und jeweils einmal gelungen, einen Satz zu gewinnen, mehr aber auch nicht. Unsere gesundheitlich etwas angeschlagene Mannschaft ging ohne große Erwartungen und vor allem ohne Druck an das erste Spiel gegen den VC Angermünde heran. Gleich zu Beginn startete unsere aus der Landesklasse geliehene Außenangreiferin Clara Schröder mit einer kleinen Aufschlagserie. Wir fanden erstaunlich gut ins Spiel, trotz zusammen gewürfelter Mannschaft klappte die Abstimmung und auch ohne Libera stand die Annahme. Unsere Zuspielerin Pauline Jünemann konnte alle Positionen mit Pässen bedienen und egal ob von vorne oder hinten konnten besonders unsere Außenangreiferinnen Alina Hirschfelder und Clara Schröder unsern Gegner mächtig unter Druck setzen. Daher konnten wir den ersten Satz auch mit einem 25:17 nach Hause holen. Im zweiten Satz sah es dann nicht mehr ganz so gut aus, Angermünde, die im ersten Satz noch mit ihrer „zweiten Mannschaft“ gespielt haben, brachten jetzt nochmal ihre Topzuspielerin und blockstarke Mittelblockerin aufs Feld, die uns im Angriff, besonders über Mitte, das Leben schwermachte. Durch den Einwechsel unserer ebenfalls aus der Landesklasse stammenden Mittelblockerin Anna-Lotta Picht konnte unser eigener Block jedoch ebenfalls verstärkt werden und mit guter Teamleistung der Satz nach 11:14 noch gedreht werden und ganz knapp mit 26:24 auch gewonnen werden. Im dritten Satz kam dann der schon irgendwie erwartete Einbruch, den wir über die ganze Saison nie so richtig aussetzen konnten. Nicht nur in der Annahme kam es zunehmend zu Problemen, selbst die Aufschläge und Angriffe gingen immer wieder daneben. Daher gewann Angermünde diesen Satz verdient 25:12. Vieles bekamen wir leider auch im vierten Satz nicht mehr unter Kontrolle und verloren daher auch diesen Satz mit 19:25. Es ging also in den Tiebreak. In dieser Saison für uns erst zum dritten Mal und bisher zogen wir dabei auch immer den Kürzeren. Der Tiebreak wurde zum Krimi. Immer wieder ging es hin und her: 1:1, 2:2 und das bis zu 7:7, dann ging Angermünde 9:7 in Führung, doch wir konnten auf ein 9:9 ausgleichen und nach 10:10 uns endlich ein kleines bisschen absetzen, auf ein 13:10. Auch wenn es nur ein klitzekleiner Vorsprung reichte er am Ende und wir konnten das Spiel mit einem 15:12 im Tiebreak gewinnen und somit nicht nur unsern allerersten Tiebreak, sondern auch den allerersten Sieg gegen Angermünde feiern.

In unserem zweiten Spiel ging es dann gegen die Damen aus Nauen. Für dieses Spiel ließ sich die Trainerin höchstpersönlich noch einmal als Spielerin auf den Spielberichtsbogen schreiben. Im ersten Satz lief es ganz gut. Zu Beginn konnte unsere Mittelblockerin Delia Kössler eine kleine Aufschlagserie hinlegen und uns somit einen kleinen Punktepuffer einbringen, den wir allerdings nicht aufrechterhalten konnten. Zwischenzeitlich kam Nauen bis auf ein 12:12 an uns heran und erst die nächste Aufschlagserie von Alina Hirschfelder konnte uns auf ein 19:12 vorbringen. Von da an ließen wir uns die Führung auch nicht mehr nehmen und brachten den Satz mit einem 25:22 nach Hause. Allerdings merkte man deutlich, dass bei vielen dann doch irgendwie die Luft raus war. Trotzdem wurde gekämpft bis zum Ende. An dieser Stelle ein besonderes Dankeschön an unsere Zuspielerin Pauline Jünemann, die erneut eine sehr große Laufbereitschaft zeigte und so viele unserer schlecht angenommenen Bälle noch erlaufen und zuspielen konnte. Leider reichte es alles nicht und wir verloren den zweiten Satz nach 20:20 noch mit 22:25. Auch im dritten Satz fehlte nach 21:20 das letzte Quäntchen Kraft und Durchsetzungsvermögen und endete daher mit einem 23:25. Auch wenn Nauen im vierten Satz noch einmal sehr fair war und sich sogar zu unseren Gunsten mit der Schiedsrichterin anlegte, die bei zwei Bällen Nauen den Punkt zugesprochen hätte, reichte es am Ende nicht. Konditionsmäßig war unsere gesundheitlich nicht ganz fitte Mannschaft längst nicht mehr auf der Höhe und auch wenn alle noch einmal alles gegeben haben, mussten wir den vierten Satz mit einem 19:25 abgeben. Trotzdem muss man sagen, dass es über weite Strecken ein sehr schönes Spiel war.

Dieser letzte Spieltag ist auf jeden Fall ein würdiger Abschluss für die gesamte Saison, an dem wir doch noch einmal zeigen konnten, was wir drauf haben und dass wir nicht ganz umsonst unser Saisonziel, den Klassenerhalt, sogar mit einem Platz Abstand zu den Abstiegsplätzen erreicht haben. Herzlich bedanken möchte, möchte ich mich im Namen der gesamten Mannschaft besonders bei unserem Trainer Markus und unserem Co-Trainer Micha, aber auch bei den Spielerinnen der Brandenburgliga und Landesklasse, die uns über die ganze Saison immer wieder unterstützt haben und ohne die, wir zu so manch einem Spieltag überhaupt nicht hätten antreten können.

Stella Kössler