Unsere U14 beim 24. Landesspielfest der Volleyballjugend Sachsen-Anhalt (11.06.2016)
Das internationale Landesspielfest ist eines der größten Jugend-Volleyballturniere in Deutschland! In 14 Altersklassen auf über 60 Volleyballfeldern kämpfen mehr als 200 Mannschaften bei ca. 800 Spielen und bis zu 1.700 Teilnehmer um den Sieg!

Am 11.Juni brachen die U13 und die U14 zusammen mit vier tapferen Eltern nach Braunsbedra auf, um ihren mittlerweile schon traditionellen Saisonabschluss zu feiern. Für beide Mannschaften war es die erste Eröffnungsfeier im Stadion und wir wurden nicht enttäuscht, das Programm war toll und die Stimmung wunderbar.
Am Samstagmorgen stießen unsere sechs U12 Mannschaften (und damit die stärkste Abordnung des Turniers in dieser Altersklasse) zu uns und es hieß „Auf geht´s Zepernick!“

Spielbericht U14

Wir hatten mit der vierten Gruppe gleichzeitig auch die schwerste unserer Altersklasse erwischt. Sechs Mannschaften mussten fünf Spiele bestreiten. Wie ausgeglichen die Gruppe war zeigte sich, dass kein Team in der Lage war, alle Spiele zu gewinnen. Da es aber keine Tie-Breaks gab, hatten man immer noch die Chance sich über ein Unentschieden und die kleinen Punkte Vorteile zu verschaffen. Hier das erste Lob an die Mannschaft.

Die Mädchen waren, wie die U13 auch, ohne Trainer unterwegs, die ihnen taktische Hinweise zu den meist unbekannten Gegnerinnen geben konnten. Da, wie bereits erwähnt, die Gruppe ausgeglichen war, gab es keine leichten Gegner in dem Sinne. Zwei Spiele wurden immerhin gewonnen. Bei den anderen dreien gingen die ersten Sätze jeweils verloren, aber niemals hoch. Die Mannschaft analysierte während des jeweiligen Spiels den Gegner eigenständig, sah ihre eigenen und die gegnerischen Schwächen im Spiel und handelte danach. Es war faszinierend zu sehen, wie gut sie das von Anfang an hinbekamen und sie darin während des Turniers immer besser wurden. Die Aufgabe des Betreuers bestand hauptsächlich darin, alle Auszeiten zu nehmen, die möglich waren, um den Kindern die Möglichkeit zu geben sich zu besprechen und Flüssigkeit in sie reinzuschütten.

So standen für uns am Ende der Vorrunde zwei Siege und drei Unentschieden zu Buche, von denen wir aber alle nach kleinen Punkten gewinnen konnten. Damit waren wir auf Platz zwei der Gruppe und mussten noch einmal gegen den VSB offensiv Eisenhüttenstadt ran. Eigentlich waren unsere Spielerinnen auch die der Gegner, komplett durch. Schon im letzten Gruppenspiel hatten wir mit Erschöpfung und Blessuren zu kämpfen. Aber die Tatsache, dass in diesem Turnier für uns noch das Halbfinale drin war, brachte sie alle wieder auf die Beine. Wir schlugen in einem schönen, sehr konzentrierten Spiel Eisenhüttenstadt mit einem sehr glatten 2:0. Damit war unser Tag zu Ende und wir hatten einen Platz unter den ersten vier sicher.

Allerdings waren die Mädchen so platt, dass die Disko für sie - freiwillig - sehr kurz ausfiel und die meisten von ihnen um 22 Uhr komatös in den Schlafsack fielen. Was auch deswegen gut war, weil wir wegen Verzögerungen am Samstag am nächsten Tag schon um 8:30 schiedsrichten mussten. Danach zeigt sich, was die Mädchen an Disziplin gelernt haben in den letzten Jahren. Anstatt es sich noch mal im Lager gemütlich zu machen, fingen sie ohne Murren und nur auf einen kleinen Vorschlag hin an, sich sehr gewissenhaft aufzuwärmen und standen hochmotiviert gegen den SV Energie Cottbus II auf dem Feld.

Nun hat neigt unsere U14 ja dazu, immer erst ein Spiel zu brauchen um in den Tag zu kommen, von daher waren die Erwartungen eher ganz vorsichtig optimistisch. Dieser Optimismus wurde belohnt. Die Spielerinnen waren von Anfang an konzentriert und ließen die Cottbusserinnen weit hinter sich, die uns an diesem Sonntag nichts entgegen zu setzen hatten. Das 2:0 war niemals in Gefahr.

Wir waren im Finale!

Das sollten wir nach der Mittagspause gegen die LE Volleys, gegen die wir in der Vorrunde schon 1:1 gespielt hatten, bestreiten. Es wurde ein schönes, ein würdiges Finale. Beide Mannschaften spielten mit hohem Einsatz und Konzentration. Zwar zogen die Volleys irgendwann knapp an uns vorbei, aber wir konnten auf den letzten Metern noch wertvolle Punkte gut machen und der Satz ging 21:25 gegen uns aus. Unsere Mädchen hatten gelernt - die Punkte zählen. Statt aufzustecken und mutlos in den zweiten Satz zu gehen, waren sie wild entschlossen, den Spieß umzudrehen und den zweiten Satz eben einfach höher zu gewinnen. Mit Ruhe und mit einer Gelassenheit, die weder Betreuer noch umstehende Trainer fassen konnten fingen sie an zu spielen und machten Punkt um Punkt, immer gewahr, dass die gegnerischen Mädchen sich schon ein paar Mal im Turnierverlauf wieder zurück gekämpft hatten. Doch nicht in diesem Finale - unsere Zepernickerinnen spielten konzentriert ohne auch nur den kleinsten Einbruch zu haben durch und gewannen den zweiten Satz sehr deutlich.

Damit stand auf dem Landesspielfest Braunsbedra 2016 in der U14weiblich der SG Einheit Zepernick ganz oben auf dem Treppchen!


Dieser Sieg war für die Mädchen ein sehr verdienter und wichtiger Saisonabschluss. Sicherlich, das mütterliche Auge ist niemals objektiv, aber am vergangenen Wochenende hat die Mannschaft gezeigt, was sie gelernt hat. Sie haben nicht nur den Gegner und ihre eigenen Schwächen analysiert, sie haben Gegenmittel gefunden, diese umgesetzt und mit sehr viel Auge gespielt. Sicherlich war es ein eher ruhiges Spielen, mit mehr Sicherheit als Risiko, wobei keine der anwesenden Mannschaften auf dem unebenen Rasen ein aggressives Angriffs-Spiel zeigte. Und: Die Mädchen waren ein Team, das sich mit allen Stärken und Schwächen ergänzt hat. Jede einzelne von ihnen hat ihre Rolle gefunden und sie sehr gut ausgefüllt!

Noch einmal herzlichen Glückwunsch an diese tolle Mannschaft und die Trainer Hilmar und Mike, die sie über die letzten Jahre hinweg so gut trainiert haben und ihnen nicht nur spielerische, sondern auch taktische Fähigkeiten gelehrt haben.

Es spielten: Edda, Elina, Kira, Laura, Nova und Paula

Vielen Dank natürlich auch an das Team des Landesspielfestes in Braunsbedra! Die Organisation war auch in diesem Jahr fantastisch und wir haben uns sehr wohlgefühlt.

Sabine