Nordostdeutsche Meisterschaften U13 (06.06.2015)

Am 6.6.2015 wurde in Bitterfeld-Wolfen der Kampf um die Nordostdeutsche Meisterschaft der U13 weiblich ausgetragen. Als Vizelandesmeister hatten wir uns qualifiziert, dabei zu sein.


Also ging es am bisher heißesten Tag des Jahres auf nach Sachsen-Anhalt. Der Modus bei den Nordostdeutschen Meisterschaften ist folgender. Im Losverfahren werden drei Staffeln gebildet, mit jeweils einem Landessieger, einem Vize und einem Dritten, wobei in jeder Staffel alle drei Bundesländer vertreten sein müssen.

Jede Staffel hat dann drei Spiele, in der sie die Reihenfolge ausspielten. Der jeweilige Staffelsieger spielt dann um die Medaillenplätze, die Zweiten um die Plätze 4-6 und die Staffeldritten um die Platzierungen 7-9.

Mit dabei waren die folgenden Mannschaften: SC Potsdam, SG Einheit Zepernick, SV Energie Cottbus und Berliner Volleyballverein Vorwärts, Köpenicker SC, SG Rotation Prenzlauer Berg sowie VC Bitterfeld-Wolfen, SV Päd. Schönebeck und TSV Leuna.


Wir waren zusammen mit VC Bitterfeld-Wolfen und SG Rotation Prenzlauer Berg in Staffel A und spielten im ersten Spiel gegen die Berliner. Hier zahlte sich unsere doch sehr frühe Anreise aus, bei der die Mädchen genug Zeit hatten, wach zu werden und sich von Anfang an auf das Spiel zu konzentrieren. Es half, dass die Gegner uns nicht wirklich etwas entgegen zu setzen hatten und mit der Portugalregel nicht gut zu Recht kamen. So gewannen wir den ersten Satz sehr klar. Auch im zweiten Satz konnten uns die Berlinerinnen nie wirklich gefährlich werden, unsere Mädchen spielten mit hoher Konzentration und sehr solide. Somit ging das erste Spiel an uns.

In nächsten Spiel hatten wir mit dem VC Bitterfeld-Wolfen nicht nur den Gastgeber auf der anderen Seite des Netzes stehen sondern auch den Landesmeister von Sachsen-Anhalt. Die Geräuschkulisse war gigantisch, so dass unsere Fans kaum durchgekommen sind. Doch die Angst, dass sich unsere Mädchen davon beeindrucken ließen, war unbegründet. Im Gegenteil, sie waren angestachelt und wollten den Sieg. Den bekamen sie. Ihre Aufschläge kamen platziert, die Annahmen waren sicher, der Spielaufbau war konzentriert und die Angriffe kamen überlegt und mit dem nötigen Biss - es war eine wahre Freude zuzuschauen. Beide Sätze gingen sicher an uns.

Damit waren wir Staffelsieger und hatten eine Medaille sicher. Nun ging es darum, welche Medaille es denn werden sollte. Die Auslosung wollte es, dass wir gegen SC Potsdam (Landesmeister Brandenburg) als erstes spielen mussten. Hier sollte es sich jetzt auszahlen, dass unsere Erste die Potsdamerinnen in der Vorrunde der Landesmeisterschaft geschlagen hatte. So zollten sie dem Gegner zwar Respekt, waren aber zuversichtlich. So spielten sie denn auch - man sah den Mädchen die Freude am Volleyball an, es klappte nicht nur fast alles, was sie anfassten, sie fingen auch an zu zaubern. Das wurde mit einem 2:0 belohnt, das niemals richtig gefährdet war.

Im darauffolgenden Spiel musste sich der SC Potsdam nach einem guten ersten Satz dann nach einem verlorenen Tie-Break gegen den Berliner Landesmeister BVV geschlagen geben. In unserem Spiel gegen den Berliner Volleyballverein Vorwärts ging es jetzt um die Goldmedaille – ein richtiges Finale.

Und es wurde ein spannendes Spiel, weder die Mädchen vom BVV noch unsere schenkten sich auch nur einen Punkt, beide Mannschaften kämpften in wahrsten Sinne bis zum Umfallen und wollten den Sieg. Teilweise haben wir mit bis zu vier Punkten geführt. Am Ende reichte es für uns jedoch ganz knapp nicht. Allerdings war es ganz klar nicht das spielerische Können, die Hitze hat nicht nur an der Kondition und der Kraft aller gezehrt, die Konzentration ging ebenfalls dahin. Bälle, die in den ersten Spielen noch sicher verwandelt werden konnten, gingen knapp ins Aus. Angriffe, die vorher klar pariert wurden, waren nicht mehr kontrollierbar. Die Aufschlagquote sank. So verloren wir das Spiel mit 23:25 und 24:26. Der BVV war an dieser Stelle das kleine Stück stärker und hat verdient die Regionalmeisterschaft gewonnen. Nach dem Spiel war natürlich erst mal die Enttäuschung bei den Spielerinnen da, hatten sie doch am Titel gekratzt, waren so nah dran und haben ihn dann doch verloren. Aber schon bei der Siegerehrung konnten alle wieder lächeln.

Nach eigenen Angaben waren die Mädchen mit dem Ziel angereist, unter die ersten sechs zu kommen. Von einer Medaille hat niemand zu träumen gewagt. Jetzt ist es der Vizemeister geworden, den sie sich mit Können, Kraft, Mut und viel Freude am Spiel erkämpft haben. Sie haben ihn mehr als verdient!

Herzlichen Glückwunsch Mädels! Ihr habt allen ein wunderbares Spiel gezeigt, es hat so viel Spaß gemacht, zuzusehen. Dieses Ergebnis und dieses Selbstbewusstsein gilt es mit in die nächste Saison zu nehmen und die genauso zu rocken wie diese.


Es spielten: Kira, Edda, Elina, Nova, Renee und Tamina


Einen Glückwunsch an dieser Stelle auch an die Trainer, die die Mädchen durch die Saison geführt habe. Sie haben mit ihrer Arbeit und ihrer Ruhe die Kinder immer wieder aufgebaut und sie in ihrem Können bestärkt. Dieser Erfolg wäre so ohne Mike und Hilmar nicht möglich gewesen. Ihre Arbeit kann gar nicht hoch genug bewertet werden.

Fan - Sabine