Bronze gewonnen, dennoch so viel vergeben (13.03.2015)

Ein starker erster Satz (in der Vorrunde gegen VZ Uckermark) und letzter Satz (im Halbfinale gegen SC Potsdam I) bildeten den Rahmen um eine insgesamt enttäuschende Landesmeisterschaft für unsere 1. Mannschaft in der U 14. Bronze ist kein Trost für die vergebene Chance, den Brandenburgischen Volleyball Verband überregional zu vertreten.


Schon im ersten Spiel gegen VZ Uckermark zeigte sich das Hauptproblem des Tages, die Aufschlagkonstanz. Konnte im ersten Satz mit guten Angriffen und tollen Blockaktionen diese Schwäche überspielt werden, gelang erst in Satz 2 nach großem Rückstand die Wende zum 2:0 Sieg. Auch im nächsten Spiel gegen SC Potsdam II liefen wir ständig einem großen Rückstand hinterher und hatten zum Ende des Satzes dann doch das Nachsehen (23:25). Der Frust saß tief, Unsicherheit machte sich breit und wir agierten nicht mehr als Team. Da, wo die Verantwortung angenommen wurde, wurde der Mut nicht belohnt. So gingen der 2. Satz und das Spiel verloren - Platz 2 in der Vorrundengruppe und Halbfinale gegen SC Potsdam I.

Vier Spielerinnen boten sich jetzt an, ihre guten Leistungen aus den letzten Trainingseinheiten abzurufen und der Startformation eine emotionale Ruhepause zu verschaffen.

Dass wir damit dem Gegner zusätzliche Motivation verschaffen würden, konnte ich den Spielerinnen nicht ausreichend verdeutlichen. Potsdam übernahm sofort das Zepter und spielte den Satz selbstbewusst zu einem für uns bitteren Ende (12:25). Aber die Pause hatte genutzt und wie riesengroß der Respekt des SC Potsdam vor uns ist, zeigte der Verlauf des 2. Satzes. Bis zum 18:14 lag unser Team deutlich vorn.

Drei individuelle Fehler brachten den Gegner leider wieder ins Spiel, dennoch war der Satz bis zum Ende (23:25) hart umkämpft. Halbfinale verloren, Spiel um Platz 3, und doch für die Spielqualität im 2.Satz Anerkennung verdient. Im abschließenden Medaillenmatch gegen VC Herzberg konnte die Qualität der gesamten Mannschaft überzeugen und Bronze war gesichert.

Unsere Trainingsgruppe hat sich in diesem Jahr mit großem Fleiß und Disziplin weiter entwickelt. An den konditionellen und technischen Grundlagen haben wir zielgerichtet und erfolgreich gearbeitet, individuelle Stärken wurden ausgebaut, Taktiken entwickelt und umgesetzt. An den Spieltagen in zwei Altersklassen und bei vielen zusätzlichen Turnieren konnte die nötige Wettkampfhärte erarbeitet werden. Aber immer wieder mangelt es an der Geschlossenheit der Mannschaft.

Eigene Wünsche/ Sichtweisen für die Ziele des Teams zurückzustellen, Führungspositionen rückhaltlos anzuerkennen und dennoch an den eigenen Stärken weiterzuarbeiten und sie gezielt einzubringen (gerade, wenn es eng wird), darauf wird es im Großfeld stärker denn je ankommen.

Hier agieren sechs Spielerinnen mit zum Teil spezialisierten Aufgaben auf dem Feld und das Vertrauen sowie der Zusammenhalt aller entscheiden über den Erfolg.

Für Markus, Micha und Steffen ein wesentlicher Bereich, um euch alle in der spielerischen Entwicklung weiter voranzubringen. Eurer Bereitschaft und Mithilfe dazu bin ich mir sicher.

Marita Bluhm